Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

Platt
 

Sau ändert iärk de Tieen

Schwalwen Affscheud

Uese Bullerduik

Ohne Tante Dora

Iut’m Suerlanne

De Pottkremer

De nigge Strom

De Sänger von Rodlingsen

Duorpkind Gedicht

Summer

Bettgen

Moren vä ve Roggen mäggen

Hahnen-Balz

Dai Wiärhhahne

Hoame, loaw Hoame

Wille Raisen Lied

Iek

Ut d’r Schaultid

Poskevatter Lehmann

Hilligentracht Fellerprozession

Trillertanz in Attendorn

Kattfiller

Poskevatter Lehmann

CD von Karl H. Falk.

As de Lüe siek in d'r Staadt vertallten un et ouk in en Tidungen te liäsen was, dat de Lehmann stuarwen is, was hai alt lange ungerwiägens no' m Hiemmel. Wildat dai Saake füör iähn nigge was, makere hai siek'so sine Suarren: 'Wu hett se't da uawen met en Poskefüers un wu schriwet se da Poote?'

Et Leste kann hai fortens saihn, as'e viär'm Hiemmel aankam. Da was te liäsen: »HIMMELS-PFORTE«. 'Verdori l ' dachte da de Lehmann, 'dat fänget ja alt guet aan, iek sinn mool nisgierig, wat hi nou alle los is!' Dann trock hai an diäm Raimen, dai an d'r Müer raffer bammelte.

In d'r grouten Niendiär gäng en Buterkläppken op un en nett Miäken-Gesichte luerte da rut. »Bitte schön, wer sind Sie und was wünschen Sie?« Unse Lehmann schnappere eist moa I no Luft un dann raip hai: »Wai iek sin frögeste? lek sin de Lehmann.! Un wietten weste, wat iek hi weil? 10 sin iek denn en Hambummel? lek weil da rin!« ramenterte hai los.

Do kam ouk alt en ollen Mann met em witten Bart un 'nem langen lechten Ümmehang. »Wass geht denn hier vor? Es ziemt sich nicht, vor der Himmelspforte ein solches Spektakulum anzustellen!« »De Lehmann sin iek, de Poskevatter van d'r Köllenpoote un iek weil da rin«! anfere hai. »Un wai sind I?« »Mir sind die Schlüssel des Himmelreiches gegeben und ich heisse Petrus« saggte dai olle Heer. »So, so, Du bist der Lehmann, dann wundert es mich nicht, dass es hier so laut zugeht«, meinere de hillige Peiter. »Ob Du Einlass finden kannst in die himmlische Herrlichkeit, dass muss der Herrgott selber entscheiden. Setz Dich hier auf die Bank vor der Anmeldung und warte, bis der himmlische Vater seine Besprechung beendet hat«. »Hillige Peitrus«, saggte de Lehmann, alt en ganz Stücke rüggeliger, »dat met diäm harre Küern mass De verstohn. Du harres en liäwenlang blaus met Fisken un Hilligen tedaun. Wann vi owwer op em Ousterkoppe et Poskekrüz opstallten, mochte iek ganz harre bölken, dat dai Bürokraten, dai füör Angest de Butze säno voll harren, ouk gehörig tuagen un schuwen«.

Met e' mool geng ne Diär op un twei Lüe kamen dorut. Dai enne harre en güllen Gewand aan un ümme dat frönndlieke Gesichte war en langen Ruskebart. Dai andere harre en schwuarten Kaputzenmantel ümme, dai bit op de Eere geng un innewendig füerrout was. Dat Gesichte was brun un wahne finnig. Hai harre en Bart as en Hittenbock un ouk twei Hüörner op'm Koppe. »Süh da!« saggte dai frönndlieke Heer, »da is ja de Lehmann. Schöin, dat De nu hi bisi« Füör diän Anderen saggte: »Luzifer, das ist der Lehmann, der Poskevater aus dem Kölner-Tor, der immer so schöne Osterfeuer zu machen versteht.« »So, so,« anfere dai Andere, et was kaimes anders as de Düwel selewer, »Du kannst also so hervorragend Feuer machen? dann wäre es doch angebracht, mit mir zu kommen. Mir mangelt es an guten Leuten, die etwijS vom Feuermachen verstehn.« De Lehmann krasset siek am Koppe un saggte: »Heer Düwel, dat wör mi tepasse, owwer siett mool, wu viell Lüe krie iek dann füör et HoltsteIlen?«

De Düwel makere en granterig Gesichte un meinere: »Ich habe kein einziges Wort von Dir verstanden, was sprichst Du überhaupt für ein Kauderwelsch?« Dai andere Heer, dat harre de Lehmann intüsker rut, was de himmliske Vatter un dai meinere: »Das ist kein Kauderwelsch, wie Du glaubst, das ist Siulerlänner-Platt, was ich so gerne höre«. »Das Sauerland,« saggte de Düwel, »ist für mich keine günstige Gegend und die, die dieses Plattdeutsch sprechen, meide ich wie das Weihwasser!« Oe Lehmann kaik diäm Brunen schmacks in et Gesichte un saggte: »Heer Düwel, wann dat sou is, kann iek nit metkummen. Bi'm Füermaken mat Platt küert weren, dat staiht bi uns in en Statuten!« As de Düwel dat horte, schlaug hai met sinem Bockfaute op de Eere un futt was'e.

»Sou Lehmann, nu tau Di.« saggte de Hiärguatt, »lek hewwe alt ne Tidlang op Diek wart. Nu konnt vi ouk hi imme Hiemmel Ousterfüer maken. Un wildat de Hiemmel so gewaltig grout is, sall jeiden Dag eint afbrannt weren, owwer luter an ner anderen Stie, dat ouk alle wat dervan hett!« Unse Lehmann bochte siek in sinem Stauhl no viär, lait siek dann owwer wier terügge fallen un dä en daipen Söcht. »0 Heer!« kam et dann ut'me rut, »iek weil Di jo nix siehen, owwer Ahnunge vam Poskefüer un d'r Arwet domet hiäste kaine!« D0 streik siek de laiwe Heer sachte üewwer'n Bart un lachere in siek rin. »Oh Lehmann,« saggt ganz frönndliek, »Du bis nu im Hiemmel un nit mehr in d'r Köllen-Poote. Owwer do wüennst Oe Diek ouk nou dran. Men getroust rut met d'r Sproke. Sieg men driste, wat füör en Poskefüer nöidig is!« Oe Lehmann op sinem Stauhle was wahne diärnain un mochte eist en paarmool derwe inömen. Wildat owwer der laiwe Hiärguatt sou nette tau'me wor, was hai balle wier terechte.

»Jo Heer«, fong dann de Lehmann aan, »dann weil iek Di mool de Riggel noh opsien, wat füör'n Poskefüer nöidig is: Eistmool fivtig bit sesstig handfeste Kerels füör et Holt te steilen. Vi bruket guett un geren sess oder nou biätter siewen Haiwagen, houg in en Leddern met Bürren, süss bat dat nil. Dann mine Froge, wu is't hi met'm Füerster, lött dai met siek küern?

Vi bruket Dännen van 35 Meiter, drunger dau iek et nit. Vi harren in d'r Köllen-Poote ouk luter et längeste Krüze!« »Nu mool halwlang!« foll iähm de Hiärguatt in et Woort, »harren nit ouk mool dai anderen Pooten et längeste odder dickeste Krüze?« »Heer!« anfere de Lehmann un geng en wennig innain, »iek hewwe't ratz vergiäten. Mag sin, dat de EnnesterPoote ouk mool et längeste harre.

Owwer lott uns widder maken. Wo kri'vi hi Langstrouh hiär? D'r ohne gaiht et nu mool nit! Un dann dai ganzen Prüelteln un dat Wiärktüg taum Krüzopstellen.« Oe Hiärguatt mochte bie diäm Iwer, diän de Lehmann ase luter an en Dag laggte; sachte viär siek hien lachen. Dann meinere: »Hiäste nit im Religionsungerricht lahrt 'seit nicht ängstlich besorgt' un 'de Himmliske Vatter suarret füör alles?' lek hewwet Di altmool saggt, Du mass Diek dran wüennen, dat Oe nu im Hiemmel bis! Du finges alles wat nöidig is an rechter Stie un iek verroe Di alt, dai ganze Saake hiät met Arwen nix tedaun.«

»Enne Froge hewwe iek owwer nou« saggte de Lehmann, »wu staiht et met em läten un Drinken op'm Kopp?« »Dat is im Hiemmel nit nöidig!« saggtede Hiärguatt. Oe Lehmann makere en lang Gesichte, dann rappele hai siek houge, soh diäm Hiemmlisken Vatler strack in't Gesichte un frogere: »Wat nit nödig, ouk kain Krüzoalg? »Do mocht de Hiärguatt doch harre Lachen un saggte dann: »Dat sasste hewwen, iek saih in, d'r ohne sall et wall nit gohn bi'm Poskefüer! Nu owwer süh tau, dat Oe in't Geschirre kümmes!«

Wildat de Lehmann owwer kaine Anstalten makere futtegohn frogere de Heer: »Is dann nou wat te richten?« »Et dait mi laie« anfere de Lehmann, »vi het nou nit van en Fackelten küert, dai mott biem Poskefüer d'rbi sin. Et wör guet, wann do de Staadt-Heiere, de Hellners Otto füör suarren könn, dai verstaiht do viell van. lek make miek dann op en Paad!«

Nu mäket de Lehmann Dag füör Dag en Poskefüer un wildat de Hiemmel sou grout is, luter an ner anderen Stie. Dai hiemmelisken Chöre singet: »Dat Poskekrüz dat is de Stolt d'r Poote« un alle frögget siek, üewwer düese nette Afwesselunge.

Blous dai Düwel is wahne ösig. lähme pässet et garut nit, dat nu im Hiemmel sou schöine Füers afbrannt werd. Hai schürret nu dat olle Ualg op sin Füer odder schmitt Autoreifen drop, dat et gehörig qualmet un de Hiäwen schwuart werd un me dorümme nix van'm Lehmann sinen Poskefüern saihn kann.

Owwer de Düwel kann siek balgen as'e weil, et bat nil. An diän schöinen Owenden farwet siek de Hiäwen rout un alle Welt kann dann erliäwen, dat et nix schönderes giet, as sou en hiemmelisk Poskefüer.


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