Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

Eine nordrhein-westfälische Premiere im Sauerland

Elmar Reuter

Das war schon eine kleine Karawane aus politischer Prominenz und vielen
Akteuren aus dem Natur- und Landschaftsschutz sowie der Denkmalpflege, die sich am 19.04.2017 auf den 756 Meter hohen Istenberg (mit Gipfel des Feldsteins) bei Bruchhausen im Stadtgebiet Olsberg begaben.

Ihr Ziel waren die 4 großen Felsen aus Porphyr auf dem Gipfel, die schon so manches einschlägige Qualitätssiegel tragen, was nicht verwundert, denn sie sind eine herausragende Naturerscheinung von besonderer ökologischer und kulturhistorischer Bedeutung. An diesem Tag sollte nun die offizielle Einweihung als Nationales Naturmonument erfolgen, nachdem
wenige Tage zuvor die rechtlichen Grundlagen für das erste Schutzgebiet mit dieser Kategorie in NRW veröffentlicht worden waren. Umweltminister Johannes Remmel und Hubertus Freiherr von Fürstenberg-Gaugreben als Präsident der Stiftung Bruchhauser Steine hatten eingeladen.

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v. l.: zwei Solisten MV Bruchhausen a. d. Steinen, BM Wolfgang Fischer, Hubertus Freiherr von Fürstenberg-Gaugreben, Minister Johannes Remmel Foto: Stiftung Bruchhauser Steine

Nach der mehr als 850-jährigen Pflege und Sicherung dieses Schatzes durch die Eigentümerfamilie von Fürstenberg-Gaugreben zu Bruchhausen ist seit 1992 die gemeinsam von Freiherr von Fürstenberg und dem Land Nordrhein-Westfalen errichtete Stiftung für dieses einzigartige Boden- und Naturdenkmal verantwortlich.

Inmitten der Graben- und Wallanlagen aus der Eisenzeit und vor der Kulisse des Feldsteins, den man als einzigen der Felsengruppe besteigen kann, würdigten der Minister und der Stiftungspräsident diesen Anlass. Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer freute sich darüber, dass die Nummer zwei auf der Liste der Nationalen Naturmonumente in der Bundesrepublik nun in seiner Stadt zu bewundern ist. Im August 2016 wurden die „Ivenacker Eichen“ an der Mecklenburger Seenplatte als erstes ausgewiesen.

Wir Sauerländer teilen die Freude gerne und gratulieren der Stiftung Bruchhauser Steine zu diesem Ereignis. Es hätte dem Anlass gut zu Gesicht gestanden, wenn das Land NRW Schutzplaketten hätte überreichen können, damit die Besucher die „nationale Herausgehobenheit“ dieses 24 ha großen Areals offenkundig wahrnehmen können. Das versprach der Minister nachzuliefern. Gutes Wetter hatte er aber mitgebracht, so dass bei fantastischer Rundumfernsicht zu erahnen war, wie sich der Ausbau der Windenergie auf den Höhenzügen des Sauerlandes auswirken wird. Die Widerständein der Region gegen diese Entwicklung hatten ihm zuvor Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen am Fuß des Berges vorgetragen.


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