Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

Sauerland Heft 1/ 2017

Den Heimvorteil nutzen -
Das Willkommensnetzwerk für Rückkehrer hat einiges zu bieten
Sandra Schmitt

 

201713

Abiturienten und Abiturientinnen bei der Überreichung der HEIMVORTEIL2Go Boxen am Benediktiner Gymnasium.
Quelle: Stadtmarketing Meschede

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie kennen das: Die eigenen Kinder, Freunde und Nachbarn zieht es in die
weite Welt. Meistens aus beruflichen Gründen wandern junge Menschen ab,
um sich weiterzubilden. Der Drang, mal raus zu kommen, sich abzunabeln
und wirklich auf eigenen Beinen zu stehen ist ein Grundbedürfnis für
junge Generationen. Und das ist auch gut so. Doch das die meisten das
Zurückkommen vergessen, hat dramatische Folgen für ländliche Regionen,
wie für den Hochsauerlandkreis. Das Sauerland als Teil von Südwestfalen,
beheimatet über 150 Weltmarktführer und stellt mit vier weiteren Kreisen
(MK, OE, SI-WI und SO) die Industrieregion Nr. 3 in Deutschland dar.
Daraus lässt sich schließen, dass die beruflichen Möglichkeiten für
Exil-Sauerländer durchaus sehr positiv und vielfältig sind. Doch wer
weiß eigentlich, dass die Heimat eine so starke Wirtschaft ist?

Genau hier setzt das Projekt HEIMVORTEIL HSK an. Weggezogene Sauerländer
zurück in die Heimat holen, ist ein wesentlicher Auftrag des Projektes.
Dies erfolgt über unterschiedlichste Aktivitäten.

Die Idee ist, Exil-Sauerländern eine Option in der Heimat zu eröffnen.
Der erste und wichtigste Baustein ist natürlich, dass Rückkehr-Willige
über Karrieremöglichkeiten und Job-Angebote informiert werden. Denn ohne
den passenden Job ist eine Rückkehr in die Heimat nur schwer möglich.

Michael Bison stellte den Start des Projektes „HSK-Heimvorteil“ 2015 in
der Zeitschrift SAUERLAND vor (Heft 3, S. 110 f.). Was hat sich
eigentlich seitdem getan? Das Projekt überzeugte das Gremium von
„Land(auf)Schwung“, welches ein Förder-Modellvorhaben des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft darstellt. Durch die
finanzielle Unterstützung konnte HEIMVORTEIL sich ganzheitlich
aufstellen, um nicht nur Abiturienten anzusprechen, sondern bereits
abgewanderte Sauerländer zu erreichen.

Das Projektteam konzentrierte sich im ersten Halbjahr 2016 auf die
Bekanntmachung des Rückkehrer-Netzwerkes. Mit einer NRW-weiten
Werbekampagne wurden mit sogenannten Edgarcards – kostenlos ausliegende
Postkarten, Plakat- und Radio­werbung sowie Online-Aktivitäten
Exil-Sauer­länder für eine Rückkehr begeistert. „Uns geht es vorrangig
darum, die Stellschrauben im Kopf zu drehen. Durch die beruflichen
Optionen in der Heimat wird eine Rückkehr überhaupt erst Thema“, so
Sandra Schmitt, Projektleitung HEIMVORTEIL HSK.

Und der Sauerländer kommt nicht nur zu Ostern und Weihnachten gerne in
die Heimat zurück, sondern auch zum Schützenfest. Dies war Anlass, um
auf zwölf Schützenfesten in der Region mit einer Foto-Aktion vor Ort
präsent zu sein. Zusammen mit der Werbeagentur TEAM WANDERS aus Sundern
wurde die Aktion umgesetzt. Neben drei Eierback-Paketen, die via
Facebook zu gewinnen waren, wurde zum Abschluss der Schützenfest-Saison
das beste Schützenfest-Foto gesucht. Die Gewinnerin erhielt einen
Wellness-Wochenend-Gutschein im Hotel Seegarten am Sorpesee.

Doch ohne den passenden Arbeitsplatz gestaltet sich der Umzug in die
Heimat schwierig. Aus diesem Grund bietet HEIMVORTEIL HSK einen
besonderen Service an: Für den „Exiler“, den abgewanderten Sauerländer,
wird ein kurzer Steckbrief mit den wichtigsten beruflichen Fakten
erstellt, welcher dann über die kommunalen Wirtschaftsförderer ganz
gezielt an Unternehmen gesendet wird. Über diesen Weg haben bereits drei
Personen einen Job in der Region gefunden. Darüber hinaus gibt es noch
weitere Tipps und Hilfestellungen, um sich beruflich in der Heimat
niederzulassen. Beispielsweise die Erstellung eines anonymisierten
Profils auf karriere-suedwestfalen.de. Hier können sich Exil-Sauerländer
von Unternehmen finden lassen. „Wir sehen uns als Vernetzungsstelle
zwischen Rückkehr-Willigen und Unternehmen an“, ergänzt die Projektleitung.

Neben der beruflichen Herausforderung ist das private „Ankommen“ in der
Heimat ein weiterer wichtiger Baustein. Das Willkommensnetzwerk für
Rückkehrer hat einiges zu bieten: Startschuss stellte der erste
Rückkehrer-Stammtisch dar, der im August 2016 im R-Café in Neheim
stattfand. Hier bietet sich der Austausch mit Gleichgesinnten. Seit
diesem Jahr arbeiten die LEADER Region Hochsauerland und das Projekt
HEIMVORTEIL HSK eng zusammen: Ab sofort finden monatlich gemeinsame
Stammtische statt, bei denen nicht nur Ex-Exil-Sauerländer, sondern auch
Neu-Sauerländer zusammen kommen können.

Die Stammtische starten jeweils um 18:30 Uhr. Hier die Termine bis Mai
2017. Auf die Folgetermine werden wir in den kommenden Ausgaben verweisen.

- 29.03.2017: Neheim, R-Café
- 13.04.2017: Brilon, Ratsschänke
- 11.05.2017: Winterberg, Neue Mitte
- 18.05.2017: Neheim, R-Café

Neben dem Rückkehrer-Stammtisch führen LEADER Hochsauerland und
HEIMVORTEIL HSK auch eine gemeinsame Facebook-Gruppe „Neu im
Hochsauerland“, bei der sich jeder Neu – und Wiedersauerländer gerne
anschließen kann. Für Rückkehrer gibt es mittlerweile auch eine
Whatsapp-Gruppe, in der sich die Stammtisch-Teilnehmer auch außerhalb
der Termine verabreden und gemeinsam Aktivitäten unternehmen. „Es muss
nicht nur der Job passen, sondern auch die Freizeitgestaltung ist in der
Heimat wichtig. Bei den meisten sind die ehemaligen Schulfreunde
ebenfalls aus dem Sauerland gezogen. Somit ist der Start in der Heimat
nicht so einfach wie man vielleicht denkt. Die Aktivitäten mit anderen
Rückkehrern ist eine Möglichkeit, wieder Fuß zu fassen“, erzählt Sandra
Schmitt. „Ich selbst bin eine Rückkehrerin. Seit gut einem Jahr wohne
ich wieder in Winterberg und mir persönlich ist es sehr am Herzen
gelegen, dass sich Rückkehrer untereinander vernetzen.“

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Rückkehrer-Stammtisch in Neheim Quelle: WFG HSK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die meisten Rückkehrer in den Genuss kommen, durch wegfallende Staus
auf dem Arbeitsweg mehr Zeit zu haben, lassen sich in der neugewonnen
Zeit auch neue Hobbies entdecken oder alte neu aufgelebt werden. Dazu
bietet sich wunderbar das lokale Vereinsleben an. Egal ob im
Musikverein, Chor oder jegliche Sportvereine – hier wird sicherlich
jeder fündig und neue Kontakte ergeben sich obendrein.

Und wie wäre es denn eigentlich, die Heimat einfach mal neu kennen zu
lernen? Denn die meisten verlassen die Heimat oft, ohne die nächst
größere Stadt oder naheliegende Sehenswürdigkeiten wirklich zu kennen.
Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren einiges in der Region
getan. Wie wäre es denn mal mit einem Frühstück am Sorpesee oder einem
Wandertag entlang des Rothaarsteigs in Winterberg? Auch eine
Altstadt-Tour in Arnsberg mit anschließender Kneipentour ist eine
Geheimtipp. Und wenn man Lust hat, diese Dinge mit anderen Rückkehrern
zu unternehmen, findet sich über eine kurze Nachricht in der Facebook-
oder Whatsapp-Gruppe sicher schnell passende Begleitung.

Die Vorteile, zu-rück in die Heimat zu ziehen, sind vielfältig. Egal ob
Eigentum, gute Work life-
Balance oder ein-
fach dort leben, wo die eigene Familie wohnt. Das Projekt HEIMVORTEIL
HSK unterstützt jeden, der zurückkommen möchte.

Das Projekt „HEIMVORTEIL HSK – Dein Karrierenetzwerk“ ist ein
Modellprojekt der Südwestfalen-Agentur und wird im Rahmen von
„Land(auf)schwung“ durch das Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft gefördert. Die Finanzierung und Umsetzung dieses
Projektes liegt federführend bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Hochsauerlandkreis mbH.

Unter dem Hashtag #meinheimvorteil können Exil-Sauerländer schnell alle
Infos über HEIMVORTEIL HSK aufrufen.

Zur Person

Sandra Schmitt, Marketing-Expertin, 28 Jahre, geboren & aufgewachsen in
Winterberg, BWL-Studium, Ausbildung Marketingkommunikation in Düsseldorf
(2007 bis 2015), berufliche Erfahrung u. a. als Projektleitung und (in
der) Unternehmensberatung Schwerpunkt Markendarstellung und Marketing,
wohnt seit 2016 wieder in Winterberg.

Rückkehrer-Hotline

Sandra Schmitt
Projektleitung HEIMVORTEIL HSK
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH
Tel.: 0291/ 941510
Mobil: 0160 / 46 35 904
Mail: sandra.schmitt@hochsauerlandkreis.de
Weiterführende Informationen:
www.HEIMVORTEIL-hsk.de
www.facebook.com/HEIMVORTEIL.hsk
www.instagram.com/heimvorteil_hsk
Whats App: 0160 / 46 35 904


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