Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

Buchsbaum: uralt und doch ewig jung – leider seit einigen Jahren von einem Pilz befallen

 Ein Natur-Almanach von W. Stichmann


Buchsbaum01

Richard Götte, Brilon

Gleich ganze Berge von Buchsbaumzweigen wurden bei den Körbecker Osterausstellungen zur Ausschmückung des Alten Fachwerkhauses Stockebrand benutzt.

Damals – vor 35 Jahren – waren sie zunächst gar nicht so leicht zu bekommen. Viele Bauerngärten waren „modernisiert“ worden und die immergrünen Beeteinfassungen beseitigt. Inzwischen fand man wieder vermehrt Buchsbaum in den Dörfern, bis neuerdings ein Pilz den uralten Zierstrauch befällt und nicht selten zum Absterben bringt. Doch hier und dort ist von Lichtblicken die Rede und die Hoffnung keimt, daß der Buchsbaum auch diese Krise überdauert.

In den Gärten dienen die Buchsbäumchen nicht nur für niedrige Hecken, die die Beete begrenzen, sondern auch als stattliche immergrüne Solitäre, die die Gärten im Winter beleben oder als grüne Wände Sichtschutz bieten.

Ihre Frosthärte und ihre Schnittfestigkeit sind die besonderen Vorzüge, die offensichtlich schon die Römer im ersten nachchrist-lichen Jahrhundert kannten. Sie gestalteten bereits durch Beschneiden des Buchsbaum daraus geometrische Formen und fantasievolle Figuren.

Insgesamt kennt man an die 60 verschiedene Buchsbaumsorten, die alle auf eine einzige Art zurückgehen, die auch in einigen Wäldern Südwestdeutschlands heimisch ist. Zumindest im Mittelmeerraum und in Asien kann dieser wilde Buchsbaum bis zu acht Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. Unter den Zuchtformen gibt es sowohl hochwüchsige als auch niedrigwüchsige bis kriechende, die sich als Boden-decker eignen.

Sie alle haben immergrüne, ledrige, eiförmige Blätter und zumindest einige auch winzig kleine gelbe Blüten, die dicht gedrängt in den Blattachseln stehen. Die Knospen sind an den älteren Buchssträuchern schon jetzt zu sehen, aber erst zu Ostern geöffnet und echte Nektarspeicher. Eben dann hat der Buchsbaum seine hohe Zeit, in der man ihn bedenkenlos beschneiden kann. Jahr für Jahr liefert er die schönsten Palmsträuße.

Das Holz des Buchsbaums ist übrigens so schwer und hart wie Ebenholz. Es würde sicher gern zu Dosen und Kästchen verarbeitet, wenn es nur genügend entsprechend starke Stämmchen gäbe. Vermehren kann man den Buchsbaum vor allem vegetativ. Im März – vor dem Austreiben – werden 15 Zentimeter lange Triebe in die Erde gesteckt – entweder in einem Anzuchtbeet oder gleich an Ort und Stelle. In einem guten halben Jahr haben sie sich bewurzelt..


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