Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

Sauerland Heft 3/ 2014

Beeindruckender Heimattag des Sauerländer Heimatbundes inMedebach

Mitgliederversammlung am Samstag, 30. August 2014

von Hans Wevering

Vor 29 Jahren, im Jahr 1985 war der Sauerländer Heimatbund zur Mitgliederversammlung in Medebach. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Dr. Harm Klueting zum Thema „Kirche, Klöster und geistlicher Staat im Herzogtum Westfalen am Ende des 18. Jahrhunderts“. So ist es nachzulesen in der „Chronik des Sauerländer Heimatbundes 1921 - 2006“.

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Ralf Köster, 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins
Medebach.

Nun, nach so langer Zeit wieder eine Mitgliederversammlung in Medebach. Schon das Thema des Festvortrages „Visualiesierung von Geschichte. Zeitgeschichten Erkennen Erleben Nutzen Erhalten“, gehalten von Eckhard Lohmann und Norbert Schnellen machen den Zeitraum von 29 Jahren deutlich.

Vor der Begrüßung der Mitglieder durch den 1. Vorsitzenden Elmar Reuter erfreute der Männergesangverein Medebach unter Leitung von Burkhard Lefahrt die Mitglieder mit gelungenen Liedvorträgen.

„Herzlich Willkommen“ so der 1. Vorsitzende, den Mitgliedern des Sauerländer Heimatbundes und allen Ehrengästen heute Morgen hier in der Medebacher Schützenhalle. Besondere Willkommensgrüße gelten dem Bürgermeister der alten Hansestadt, Herrn Thomas Grosche und dem Landrat des Hochsauerlandkreises, Herrn Dr. Karl Schneider. Beiden Herren gilt unser Dank: Herrn BM Grosche für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung und dem Landrat für die „immerwährende“ Bereitschaft, uns mit der Geschäftsstelle zu unterstützen, in der Hoffnung, dass dies auch in der Zukunft weiterhin möglich sein wird. Wir wären heute nicht hier, so der 1. Vorsitzende, wenn es nicht den Medebacher Heimat- und Geschichtsverein geben würde, der sich gemeinsam mit der Stadt um die Austragung dieser Mitgliederversammlung beworben hat. So begrüße ich stellvertretend für die Aktiven im Verein den Vorsitzenden Ralf Köster und unser Vorstandsmitglied, den Vorsitzenden der AG der Heimatvereine im Stadtgebiet Medebach, Herrn Horst Frese. Geschichtsvermittlung wird in Medebach, der zweitältesten Stadt im Herzogtum Westfalen, nicht als Anliegen von und für Spezialisten gesehen, sondern das ist lebendiger Bestandteil des öffentlichen Lebens, sie soll so auch der Tourismuswirtschaft dienen und als Mittel zum Zweck das „Wir-Gefühl“ in der Bevölkerung fördern. Die Aktivitäten unter dem Motto „Alte Grenzen, die uns verbinden“ zum 350. Gedenkjahr anlässlich der Teilung der Freigrafschaft Düdinghausen haben das in überzeugender Form belegt.

Medebach 002

Männergesangverein Medebach unter Leitung von
Burkhard Lefarth

Das verdient unseren Respekt und unsere Anerkennung. Willkommensgrüße gelten den Kreisheimatpflegerinnen und Kreisheimatpflegern und den Ortsheimatpflegern, den Vertretern der Kirchen: Schon jetzt richte ich besondere Dankesworte an die Zelebranten des Gottesdienstes, Herrn Pastor Dr. Achim Funder von der kath. Kirchengemeinde Mededbach und Herrn Pastor Uwe Steinman von der evgl. Kirchengemeinde Medebach, den Vertretern der Medien: Wir freuen uns auf Ihre Berichte und danken Ihnen im Voraus dafür. Zum guten Schluss wende ich mich an die Sänger vom MGV Medebach unter ihrem Dirigenten Burkhard Lefarth: Ihnen danke ich wie auch den vielen Helferinnen und Helfern, die diese Veranstaltung ermöglicht haben und uns insbesondere das weitere Tagesprogramm gestalten werden. Das gilt in besonderem Maße für die Führungen am Nachmittag.

Nun stelle ich noch fest, dass zu dieser Veranstaltung als satzungsgemäßer Jahreshauptversammlung form- und fristgerecht eingeladen worden ist.

Grußworte an die versammelten Mitglieder sprachen der Bürgermeister der Stadt Medebach, Thomas Grosche, der Landrat des Hochsauerlandkreises Dr. Karl Schneider und der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Medebach e.V. Ralf Köster. Das Grußwort von Landrat Dr. Karl Schneider drucken wir wegen seinen bedeutenden Ausssagen für die Region nach Vorlage hier in Kursivschrift ab. (Es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Reuter, lieber Elmar, sehr geehrter Herr Ehrenvorsitzender Dr. Müllmann, (wenn anwesend) sehr geehrter Herr Bürgermeister Grosche, lieber Thomas,sehr geehrter Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Medebach, Herr Köster, verehrte Mitglieder und Gäste!

Ich begrüße Sie heute Morgen zu Ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Als Landrat des Hochsauerlandkreises möchte ich dem Sauerländer Heimatbund die Bedeutung beimessen, die er in heutiger Zeit verdient.

Die Erforschung und Bewahrung der Geschichte des Sauerlandes ist Ihr äußerst produktives Tätigkeitsfeld.

Ich unterstütze als Landrat dieses Engagement. Der Sauerländer Heimatbund liefert zur Regionalgeschichte des kurkölnischen Sauerlandes die angemessene kulturwissenschaftliche Basisforschung.

Ohne Ihre Beiträge, Ansätze, Theorien und Paradigmen wäre eine gewisse Beliebigkeit für die Zukunft zu befürchten, gerade weil auch ganz zentrale qualitative Aspekte aus dem Fokus geraten würden. Dadurch, dass Sie sich für eine Erinnerungskultur einsetzen, aus der Gegenwart und Zukunft unseres Sauerlandes zu verstehen sind, wirken Sie einer allgemeinen Oberflächlichkeit der Einordnung von regionalen Zusammenhängen entgegen.

Der große Vorteil, über den der Sauerländer Heimatbund aufgrund seiner hohen fachlichen Kompetenz seiner Mitglieder verfügt, ist sein strukturierter Umgang mit der historischen Basisarbeit, die in den vielen ihm angehörenden Heimatvereinen geleistet wird.

Das ist ein Grund dafür, dass der Hochsauerlandkreis Ihre Aktivitäten mit der Geschäftsstelle in unserer Kreisverwaltung unterstützt.

Medebach 003

Landrat des Hochsauerlandkreises
Dr. Karl Schneider

Sehen Sie dies als loyale Haltung des Kreises, auch mit personellem und finanziellem Aufwand die Anliegen und Projekte des Sauerländer Heimatbundes mitzutragen.

Als Landrat freue ich mich, dass mich die Aktivitäten des Heimatbundes immer wieder über neue regionale Besonderheiten meiner Heimat informieren: nicht nur heute, wo zahlreiche Exkursionen auf dem Plan stehen, sondern kontinuierlich.

Ich schätze dieses „Vor Ort-Prinzip“ des Sauerländer Heimatbundes. Sie schauen vor Ort genau hin, zeigen mit Ihrer Stimme, dass es trotz eines Trends zur globalen Vernetzung eine eben nicht austauschbare, unverwechselbare Landschaft und Kultur des Sauerlandes gibt. Selbstverständlich tragen auch ihre periodischen Publikationen dazu bei, die Perspektive für regionale Zusammenhänge und Geflechte zu schärfen. Ihre Jahreshauptversammlung ist auch gleichzeitig eine Art Werkstattbericht.

Dieser Werkstattbericht bildet die Trends und Ziele Ihrer aktuellen Forschungen ab. Die Versammlung macht auch selbstbewusst darauf aufmerksam: Hier ist der Sauerländer Heimatbund in seiner Rolle als der maßgebende geschichtspolitische Akteur, der historisches Lernen als bewusstseinsbildenden Prozess gestaltet. Dass Sie dieser Akteur sind, müsste noch mehr hervorgehoben und deutlicher als bislang in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Meine Damen und Herren!

Sie haben die Kompetenz, die gerade in der Wissensvermittlung liegt. Dieses Potenzial können Sie selbstbewusst ausschöpfen. Ich persönlich habe Ihre Beiträge als unumstößliche Notwendigkeit empfunden, als es beispielsweise darum ging, den Südwestwestfalen-Prozess historisch einzuordnen.

Ich danke in diesem Zusammenhang dem Sauerländer Heimatbund dafür, sich diesem Prozess nicht entgegen gestellt, sondern ihn mit seinem reichen Erfahrungsschatz gefördert zu haben.

Hier hat der Sauerländer Heimatbund in den vergangenen Jahren eine Rolle eingenommen und auch gefunden, die sehr hilfreich war, wenn es um die Gewichtung von Konfliktlinien und Gemeinsamkeiten ging. Ich bin auch froh über die Positionierung des Saueränder Heimatbundes. Diese tritt klar dafür ein, dass das kurkölnische Sauerland mit seinen Eigenheiten und Eigenarten identitätsstiftend bleibt. Der Sauerländer Heimatbund ist für das Sauerland seit Jahrzehnten eine identitätsstiftende Kraft. Südwestfalen ist nach erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit der fünf Kreise und der steten Umsetzung der REGIONALE-Projekte auf gutem Weg, diese identitätsstiftende Kraft erst noch zu werden, ohne in Konkurrenz mit dem Erbe des kurkölnischen Sauerlandes zu treten.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Gegenwart die Stimme des Sauerländer Heimatbundes braucht, um größere Zusammenhänge herzustellen. Diese Stimme des Sauerländer Heimatbundes ist auch in der aktuellen Politik zu hören. Auch hier sind Ihre Positionen hilfreich, beispielsweise zum Landesentwicklungsplan.

Hier pflichte ich Ihnen bei, wenn der Sauerländer Heimatbund es für erforderlich hält, Ziele und Grundsätze im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplanes NRW so zu formulieren, dass auch im ländlichen Bereich angemessene Entwicklungsmöglichkeiten gewährleistet bleiben. Auch ich halte es für nicht akzeptabel, Ortsteile mit weniger als 2.000 Einwohnern eine Eigenentwicklung zu verwehren.

Ähnliches gilt für Ihre Position zur Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung. Eine „Verspargelung“ der Landschaft auf den Höhenzügen des Sauerlandes ist entgegen zu treten. Um es deutlich zu sagen: Wir machen aus dem Land der tausend Berge kein Land der tausend Windräder. Insgesamt darf staatliche Planungsbürokratie nicht dazu führen, dass sich die Ziele des neuen Landesentwicklungsplans zum Nachteil für unsere Region verändern Und deshalb bin ich mir meiner Einschätzung ziemlich sicher: Auch diese Jahreshauptversammlung 2014 wird wieder Impulse geben: vorrangig zur historischen Identifikation mit dem Sauerland, aber auch zu aktuellen politischen Fragestellungen.

Bleiben Sie als Mitglieder wach und leisten Sie auch weiter die notwendige Arbeit als Erinnerungsakteure. Das Sauerland ist ein vortreffliches Untersuchungsgebiet der Regionalgeschichte.

Der Sauerländer Heimatbund zeigt praktikable Wege auf, sich der Heimat zu nähern.

Ich wünsche Ihnen allen eine ergebnisreiche Jahreshauptversammlung und noch einen angenehmen Tag mit reichem Austausch. Vielen Dank.

Regularien und Tätigkeitsbericht

(nach Vorlage übernommen, deshalb in Kursivschrift. Es gilt das gesprochene Wort.)

Meine Damen und Herren, uns steht heute für den üblichen Ablauf eine Stunde weniger zur Verfügung, von daher möchte ich mich auf einige wenige Ausführungen konzentrieren

Einer guten Tradition folgend wollen wir zunächst der verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres gedenken. Stellvertretend nenne ich Albert Schnepper, den Ortsheimatpfleger von Mecklinghausen, der wenige Tage nach seinem 91. Geburtstag verstorben ist. Das Gründungsmitglied des Olper Heimatbundes und langjährige Mitglied im SHB hat sich über 4 Jahrzehnte ehrenamtlich in der Heimatpflege und Heimatforschung engagiert und zuletzt besonders große Verdienste um die Chronik des Repetales erworben. Der Gerbermeister im familieneigenen Unternehmen und spätere Grundschullehrer und Schulleiter wird uns durch seine heimat- und familiengeschichtlichen Forschungen stets in bester Erinnerung bleiben.

Zu seinen Ehren und zu Ehren aller verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres, bat der Vorsitzende alle Anwesenden, sich von Ihren Plätzen zu erheben.

Bevor ich zum Tätigkeitsbericht komme, möchte ich gerne diese Mitgliederversammlung dazu nutzen, unsere langjährige Frau Wilma Ohly aus Olpe aus der aktiven Vereinsarbeit zu verabschieden, denn nach ihrem Rücktritt vom Amt der stellv. Vorsitzenden in 2010 hat sie noch im erweiterten Vorstand bis zum vergangen Jahr mitgearbeitet.

Liebe Frau Ohly, in dem Brief, mit dem sie ihr Ausscheiden begründen, haben sie in hervorragender Weise ausgedrückt, was Ihnen die Mitarbeit im Sauerländer Heimatbund persönlich bedeutet hat. Darüber hinaus vermitteln Sie die Wertschätzung, die Sie in ihrer Mitarbeit im Sauerländer Heimatbund bei den vielen Begegnungen von Mensch zu Mensch stets empfunden haben. Das hat uns alle beeindruckt und wir bedauern einerseits sehr, dass Sie nun ausscheiden wollen. Andererseits hat aber auch jeder dafür Verständnis.

So sagen wir heute von ganzem Herzen Dankeschön, Vergelt’s Gott und Guatt gohn liebe Frau Ohly mit einem guten Tropfen, der Ihnen in besinnlicher Muße munden möge. Beste Grüße auch von meinen Vorgängern im Amt, Dieter Wurm und dem Ehrenvorsitzenden Dr. Adalbert Müllmann.

Nun zum Tätigkeitsbericht:

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Elmar Reuther
1. Vorsitzemder des SHB

Neue Formen der Vereinsarbeit – die Werkstattgespräche Sie erinnern sich vielleicht: im letzten Jahr in Körbecke hatte ich angekündigt eine – für uns – neue Form der Mitarbeit anzubieten. Mit der Veranstaltungsform der „Werkstattgespräche“ wollen wir gemeinsam mit interessierten Mitgliedern – dabei aber auch Nichtmitglieder zulassen und evtl. als Neumitglieder gewinnen – aktuelle Probleme und Anliegen aufarbeiten und zugleich Lösungen und Wege für die Zukunft und für die Arbeit vor Ort aufzeigen. Den Start mit dem Themenkreis „Demografischer Wandel“ dürfen wir wohl als geglückt bezeichnen, besonders deshalb, als es gelungen ist, einen selbständig agierenden Kreis von Interessierten zusammenzubringen, der sich um Inhalte und Organisation der Folgeveranstaltungen kümmert. Unser neues Vorstandsmitglied Franz-Josef Rickert aus Calle ist federführend für diesen Themenkreis der „Kümmerer“. Das nächste Werkstattgespräch wird am 25.10. in Lennestadt sein. Einzelheiten finden sie demnächst in der Zeitschrift SAUERLAND.

Neu im erweiterten Vorstand ist auch Josef Lumme aus dem Rahrbachtal, der sich um die historischen Wanderwege hier besonders die Pilgerwege kümmern wird. Beim laufenden Projekt „Jakobsweg Paderborn-Elspe“ hat er die Kontakte zur Arbeitsgruppe um die Eheleute Schmoranzer aufgenommen und ist schon aktiv geworden.

Plattdeutsches Wörterbuch - Neuauflage In mehreren Beratungen haben wir uns schon mit dem Thema befasst. Eine Gruppe aus dem Vorstand mit Frau Mathweis, den Herren Baulmann und Raffenberg sowie mit Dr. Beckmann vom Mundartarchiv Sauerland hat uns nun in der letzten Vorstandssitzung eine Konzeption vorgestellt, die unsere Zustimmung nach intensiver Debatte bekommen hat. Ziel ist es, das Wörterbuch für den nicht im Plattdeutschen geübten Leser von ebensolcher Literatur leichter handhabbar zu machen, z.B. indem nicht alle Dialekte und Varianten aufgenommen werden. Dazu gehören aber auch noch andere sprachwissenschaftliche Ansätze, die noch ausdiskutiert werden.

Ich gehe davon aus, dass die Zusage des WOLL-Verlages, das Werk herauszubringen, noch immer gilt. Den Zeitpunkt kann ich heute noch nicht nennen.

Redaktionsstab Zeitschrift SAUERLAND An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass eine Reihe von Veränderungen in der Redaktionskonferenz auf uns zukommen wird.

Den Vorsitz führt noch unser Ehrenvorstandsmitglied Dieter Wurm, der nun nach und nach mit dem Zielzeitpunkt Januar 2015 die Aufgabe in andere Hände geben will. Wir sind Hans-Jürgen Friedrichs aus Nuttlar dankbar, dass er sukzessive mit der Übernahme der Aufgaben begonnen hat, um dann im neuen Jahr endgültig Dieter Wurm abzulösen.

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Blick in die vollbesetzte Medebacher Schützenhalle

Unser Ehrenvorsitzender Dr. Adalbert Müllmann hat ebenfalls erklärt, sich zum Jahresende aus der Arbeit zurückzuziehen. Er steht für die Berichte „Aus dem Vorstand“ und die „Personalien“. Besonders für die letztgenannte Rubrik ist seine über Jahrzehnte währende Kenntnis von Personen und Anlässen von besonderem Gewicht, die nicht so leicht zu ersetzen ist.

Bleibt noch anzukündigen, dass der einzige Profi in dieser Runde, unser sog. Schlussredakteur Hans Wevering, auch signalisiert hat, dass für ihn bald ein Nachfolger eingesetzt werden muss. Damit wir die bislang anerkannte Qualität unserer Zeitschrift SAUERLAND halten können, wollen wir uns nun in gemeinsamen Überlegungen um die Lösung der uns gestellten Aufgaben bemühen.

Gerne nehme ich an dieser Stelle die Gelegenheit wahr, allen unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Gremien „Erweiterter Vorstand“ und „Redaktionsstab“ zu danken, ausdrücklich einschließen möchte ich unsere Geschäftsführerin Karin Kraft.

Energiewende/Windenergie Der Entwurf des Regionalplanes „Energie“ mit dem „Windenergiekonzept- Südwestfalen“ bringt neuen Unfrieden in das Sauerland. Gegenüber den bisher vorhandenen Potentialanalysen der Gemeinden tauchen neue und größere Areale für Windenergie auf, manche, die die Gemeinden aufzeigen, sind gar nicht enthalten. Man muss sich schon die Augen reiben, wenn z.B. im Weichbild des Borbergs plötzlich 220 ha Fläche ausgewiesen werden sollen. Das berührt nicht nur ein wertvolles Naherholungsgebiet der Stadt Brilon sondern alle Sauerländer, die um den historischen Wert dieses Bodendenkmals und die emotionale Bedeutung dieses Ortes für die Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen und damit für die europäische Idee wissen. Aber dafür gibt es keine Prüfraster in den Tabellen der Verfasser.

Bleibt umso mehr für heute die Aufforderung, die Offenlegung des Planwerks bis zum 22. Dez. dieses Jahr zu nutzen und seine Betroffenheit in das Verfahren einzubringen.

Mitgliederentwicklung Es geht uns wie vielen Vereinen: die Zahl der Neu-Aufnahmen ist niedriger als die Zahl derer, die uns aus Altersoder Gesundheitsgründen verlassen müssen. Auch die Umstellung auf das wenig geliebte SEPA-Verfahren der Banken hat zu einer einmaligen Bereinigung des Mitgliedsstandes geführt. Deshalb brauchen wir mehr neue Mitglieder als wir derzeit jährlich bekommen. Es ist tut gut, zu erleben, dass auch mit den Werkstattgesprächen neue Mitglieder zu uns gekommen sind, aber das wird nicht reichen. Also sind wir alle aufgerufen, uns um neue Mitglieder zu bemühen. Wir legen heute Flyer aus, die sie gerne für Werbegespräche verwenden können.

Westfalentag 2014 Olsberg Ich meine, wir haben als Gastgeber der Veranstaltung in Olsberg uns zusammen mit vielen Heimatvereinen gut dargestellt. Auf das Programm und Ablauf der Mitgliederversammlung des WHB hatten wir keinen Einfluss. Aus Gesprächen mit Teilnehmern habe ich insgesamt aber positive Rückmeldungen. Das, was zu Kritik geführt hat, wird beim WHB aufgenommen.

Bevor ich schließe, möchte ich gerne noch meine Wertschätzung für das umfangreiche, interessante und breit gestreute Programm zum Projekt „Spiritueller Sommer – Wege zum Leben“ aussprechen. Die mediale Verbreitung und demzufolge die positive Wahrnehmung in der Region steigert auch das „Wir-Gefühl“ im Sauerland bei solchen Menschen, die sich von anderen Sauerland- Themen bisher nicht angesprochen fühlten. Frau Susanne Falk gilt stellvertretend für alle Akteure hier unsere Anerkennung.

In der Aussprache zum Tätigkeitsbericht gab es keine Meldungen. Bei den Wahlen wurden die bisherigen Amtsinhaben wiedergewählt. Es folgte der von der Versammlung mit Spannung erwarte, schon beschriebene Festvortrag. Langanhalteneder Beifall dankte den Referenten für den gelungenen Vortrag. Die daran anschließende Theateraufführung der Theatergruppe Medebach mit dem Stück „Wilddieberei im Markenwald“ war so richtig nach dem Geschmack der Mitglieder.

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verdiente Mittagspause

In der nun folgenden Pause lud die Stadt Medebach zum Mittagessen ein, die Pause gab aber auch den Mitgliedern Gelegenheit, sich an den Büchertischen des Sauerländer Heimatbundes und der Arbeitsgemeinschaft Medebacher Heimatvereine zu informieren und zu kaufen.

Der Nachmittag ab 13 Uhr war den vier angebotenen Exkursionen vorbehalten. Den jeweiligen Leitern der Führungen gilt es einen besonderen Dank auszusprechen. Knapp und informativ war man auf jede Frage vorbereitet und hat bereitwillig Auskunft gegeben.

Schon traditionell der Abschluss des Heimattages mit dem ökomnischen Gottesdienst, in diesem Jahr, mit einer ökomenischen Andacht in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Zelebranten waren Pastor Dr. Achim Funder von der katholische Kirchenhemeinde Medebach und Pastor Uwe Steinmann von der evangelischen Kirche Medebach.

Der Sauerländer Heimatbund, Vorstand und Mitglieder haben allen Grund, sich bei den Aktiven aus Medebach für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Auf ein frohes Wiedersehen im kommenden Jahr.


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